The Treaty of Versailles was a peace treaty signed on June 28, 1919 that ended the war between Germany and most of the Allied Powers. It was signed in the Palace of Versailles, exactly five years after the assassination of Archduke Franz Ferdinand, which led to the war.
The treaty required Germany to disarm, make territorial concessions, extradite alleged war criminals, agree to Kaiser Wilhelm being put on trial, recognise the independence of states whose territory had previously been part of the German Empire, and pay reparations to the Entente powers.
Military Restrictions
The treaty was comprehensive and complex in the restrictions imposed upon the post-war German armed forces, the Reichswehr. The provisions were intended to make the Reichswehr incapable of offensive action and to encourage international disarmament.
German officials conspired systematically to evade the clauses of the treaty, by failing to meet disarmament deadlines, refusing Allied officials access to military facilities, and maintaining and hiding weapons production.
The Treaty of Versailles prohibited German companies from producing war materials. The treaty did not ban German companies from producing war materials outside of Germany, so companies moved, or opened new companies, in the Netherlands, Switzerland, and Sweden. In 1921, German troops were sent to Sweden to test weapons.
The Treaty of Versailles forced Carl Zeiss to relocate a significant portion of its military production to the Netherlands and Sweden. This influx of equipment and expertise brought new technologies and innovations to the country, influencing the development of Nedinsco.
The 1919 Treaty of Versailles that ended the First World War forced Carl Zeiss Jena to significantly reduce its military production in Germany. To circumvent this restriction, thousands of boxes of equipment and storage were illegally transported from Germany to the Netherlands and Sweden in 1919 and 1920.
In early 1921, the German optical manufacturing firm, Carl Zeiss of Jena, Thuringia, Germany, created a new company, Nedinsco (Nederlandse Instrumenten Compagnie), to produce cameras, binoculars, rangefinders, microscopes, periscopes, and similar optical instruments in the Netherlands.
Initially, the Netherlands Instruments Company (Nedinsco) set up its headquarters in an old disused chocolate factory in Flushing, Netherlands. Two years later, the company moved to a new location in Venlo, Netherlands, and constructed a new factory.
The architect, Hans Schlag, was commissioned for the design of the new Nedinsco factory. He and his design team built a special tower that was used to align optical instruments and to calibrate the larger measuring distances. This was done by adjusting the instruments to the many church towers in Venlo.
The tower, built in the Bauhaus style, is a beautiful national historical monument in the heart of Venlo.
As a subsidiary of Carl Zeiss Jena, Nedinsco inherited the German firm’s expertise in optical technology. This allowed Nedinsco to produce high-quality military optical equipment, including military service binoculars, telescopes, and other precision instruments.
Nedinsco’s early production focused on military optics, with exports to countries such as Switzerland and Sweden. The company’s products were well respected for their exceptional quality, and the company quickly gained a reputation as a reliable supplier of optical equipment.
Nedinsco’s was a well known subsidiary of Carl Zeiss Jena, located in Venlo, Netherlands, producing high-quality military optical equipment for export.
In the 1930s, Nedinsco grew into a strong economic company with a beneficial effect on the regional Dutch economy. During the Second World War, Nedinsco manufactured optical equipment for the German war effort.
In 1944 , an aircraft bomb, intended for the nearby city bridge over the Maas River, destroyed the factory building. Only the tower survived the bombardment.
After the war, Nedinsco was confiscated by the Dutch government and, after a period of temporary management, was sold to the Arnhem entrepreneur G. Beusker, who rebuilt the factory. In 1953, it became an independent company.
Today, Nedinsco is a supplier of systems and modules for the semiconductor industry. The company manufactures diagnostic systems, and products for the defense industry. Nedinsco is a leader in the manufacture of optical, mechanical, and electronic technologies for safety and security.
Meilensteine im Lebenswerk von Jakob Kern
Die bis 1992 unter dem Namen Kern & Co. AG, Aarau, bekannte Firma wurde 1819 von Jakob Kern in Aarau gegründet. Kern erlernte in Aarau den Beruf eines Zirkelschmieds, ging nachher nach München – eines der damaligen Zentren der optischen Forschung und des Baus feinmechanischer Instrumente – und eröffnete nach seiner Rückkehr in Aarau seine Werkstatt.
Im 19. Jahrhundert wuchs der Betrieb stetig, doch die Zeit nach dem 1. Weltkrieg führte zu geschäftlichen Schwierigkeiten: Wirtschaftskrise, schlechte Auslastung der neu aufgenommenen Optik-Fabrikation und vor allem die Konkurrenz durch neuartige, von Heinrich Wild in Heerbrugg hergestellte Vermessungsinstrumente. 1857 zieht sich Jakob Kern aus der Firma zurück.
1937 konnte Kern dank dem “Glücksfall”, dass Heinrich Wild in Heerbrugg austrat, mit ihm eine Zusammenarbeit vereinbaren. Damit konnte Kern sich die Marktpräsenz sichern.
Nach dem 2. Weltkrieg gelang mit den Objektiven für die Bolex-Schmalfilmkameras der Firma Paillard ein technischer und geschäftlicher Durchbruch. Man erwog, ob der Bau von Vermessungsinstrumenten überhaupt noch weitergeführt werden soll.
Eine 1958 abgeschlossene Reorganisation von Kern verminderte die sich abzeichnende gefährliche Abhängigkeit als Zulieferer einer einzigen Firma und stärkte den Bereich Vermessung, der durch Einbezug der Photogrammetrie beträchtlich erweitert wurde. Mit der Reorganisation wurde auch die bislang vernachlässigte betriebliche Gliederung in vier Direktionsbereichen (bezeichnet als Ressorts) zeitgemäss ausgebaut.
Als 1963 der Verkauf von Film-Linsen für Paillard zusammenbrach, war man froh, sich weiterhin auf Vermessungsinstrumente abstützen zu können. Auch verbuchte die Photogrammetrie mit dem PG2 einen Erfolg.
Die Geschäftsleitung im Jubiläumsjahr 1969:
- Dr. Helmut Schnewlin, Technischer Direktor
- Dr. Paul Vogel, Kaufmännischer Direktor
- Peter Kern, Delegierter des Verwaltungsrates
- Rudolf Wehrli, Vertriebsdirektor
Mekometer ME 5000, das genaueste Distanzmessgerät
DSR1 und GP1 für die analytische Photogrammetrie
Kern E10, letzter bei Kern entwickelter Theodolit
Kern Nivel 20, der Zweineigungssensor mit Potential
In den 70er Jahren überraschte Kern mit den elektronischen Distanzmessern DM1000, DM2000 und der Serie der DM500-Varianten, den damals kleinsten elektronischen Entfernungsmessern. Mit dem Mekometer ME3000 und später ME5000 hatte Kern das weltweit genaueste Distanzmessgerät. Verschiedene innovative Feld-Software-Entwicklungen unterstützten den Einsatz der elektronischen Geräte.
Die Photogrammetrie machte grosse Fortschritte mit dem Präzisions-Auswertegerät PG3 (1968). Der Durchbruch in die analytische Photogrammetrie gelang Kern 1980 mit dem DSR1 und dem Plotter GP1. Dabei wurde Kern Aarau durch ihre Tochtergesellschaft “Kern Instrumentes Inc.” in Portchester USA unter der Leitung von Hans J. Wehrli tatkräftig unterstützt.
Der schwarze Freitag, der 13. Mai 1988

Video mit den ersten Reaktionen zum Schulterschluss Kern – Wild/Leitz
Ende der 70er Jahre kamen die elektronischen Theodolite der E-Serie (E1, E2, E12, E2-ST) hinzu. Geräte, die für die aufkommende Industrievermessung eine wichtige Rolle spielen sollten. 1988 war die neue Variante des elektronischen Theodolits E10 bereit. Durch den Verkauf der Firma am 13. Mai 1988 an die Wild-Leitz-Gruppe wurde er aber nicht mehr realisiert. 1991 wurden die Produktionsstätten in Aarau geschlossen.
Buch “Kern Geschichten”
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Die Geschichte der Firma Kern im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext tabellarisch dargestellt
Den umfassendsten Einblick in die 172 Jahre dauernde Geschichte der Firma Kern erhalten Sie mit dem Buch Kern Geschichten von 2012. Über 132 Seiten, mit 90 Bildern erzählt das Buch den Werdegang von der Zirkelschmiede von Jakob Kern zur weltbekannten Kern & Co. AG, Werke für Feinmechanik, Optik und Elektronik.
Die Daten zur Firmengeschichte sind in tabellarischer Form mit den Ereignissen des technischen und wirtschaftlichen Umfeldes und der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Beziehung gestellt. Das Buch ist ein zeitgeschichtliches Dokument zur Industriekultur über eine Zeit von fast zwei Jahrhunderten.
Die Geschichten zur Geschichte sind das wahre Abbild der Geschichte schreibt der Autor Franz Haas in seinem Vorwort.
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Weitere Beiträge zur Geschichte der Firma Kern
- Aarauer Neujahrsblätter 1980, Band 54, Artikel von Dr. Paul Vogel, Direktor
Das Lebenswerk Jakob Kerns: 160 Jahre Kern Aarau - Die Geschichte der Firma Kern & Co. AG auf
Wikipedia - Die Geschichte der Firma Kern und ihr Weg zum Museum
Vortrag von Aldo Lardelli - Schweizerische Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur SGTI
IN-KU Bulletin 46, Kern & Co. AG, Aarau - Hans J. Wehrli, ab 1962 leitender Vizepräsident von Kern Instruments Inc.
Geschichte von Kern Instruments Inc. in Portchester USA
200 Jahre Kern – Historischer Stadtrundgang durch Aarau


Rundgang durch Aarau an der Fachtagung “200 Jahre Kern Aarau – Von der Präzisions-Mechanik und -Optik zum High-Tech-Systemhaus!” der Gesellschaft für die Geschichte der Geodäsie in der Schweiz (GGGS) am 13. November 2019.
Ab dann ist dieser Flyer auch im Stadtmuseum Aarau erhältlich oder er kann hier heruntergeladen werden. Bitte an jeder Station den QR-Code scannen um Detailinformationen herunterzuladen. Viel Vergnügen beim Rundgang “Auf den Spuren von Kern”.
200 Jahre Kern – 1. Liegenschaft Ehrsam und Freihof (1819 – 1830)
Freihof – Laurenzvorstadt 59, 2019
Jakob Kern eröffnete seine erste Werkstatt im Hinterhaus der Liegenschaft Ehrsam an der Laurenzenvorstadt 19. Als Gehülfe – im Lohnbuch als Mechaniker bezeichnet – stand ihm ein minderjähriger Knabe aus Küttigen zur Seite. Die Verkäufe nahmen nur langsam, aber kontinuierlich und erfreulich zu, denn Kern war sehr vielseitig und verfügte über ein entsprechend breites Produktionsprogramm. Er fabrizierte zunächst hauptsächlich Reisszeuge, aber schon bald kamen (Wasser-) Strommesser, Waagen, für Professor Meyer (einen Enkel Johann Rudolf Meyers) eine Camera obscura und für die Kantonsschule eine Luftpumpe hinzu, und im Jahre 1824 gab Ingenieur Sulzberger in Frauenfeld, der die Vermessungen im Thurgau leitete, einen achtzölligen Theodoliten in Auftrag. Das bedeutete die Wendung zu dem späteren, grösseren Unternehmen. Ingenieur Hypolith de Saussure, der die zweite und die dritte Triangulation in der Waadt durchführte, bestellte ebenfalls einen achtzölligen Theodoliten mit 10-Sekunden-Ablesung. Die entscheidenden Impulse für die Spezialisierung auf Vermessungsinstrumente gingen von der fortschreitenden Landesvermessung aus.
200 Jahre Kern – 2. Eigenes Gebäude auf der Saxermatte (1830 – 1857)
Saxermatte (Modell Quelle SMA)
UBS 2019 (Bahnhofstrasse)
Gebäude sind nicht identisch!!
Das wachsende Ansehen, das Jakob Kern auf diesem Gebiete genoss, wurde bestätigt, als der spätere General Dufour, der 1832 zum Oberstquartiermeister ernannt wurde, dem auch die Leitung der trigonometrischen Vermessungen in der Schweiz oblag, die Firma Kern 1833 beauftragte, das durch Blitzschlag zerstörte Beobachtungsinstrument auf dem Säntis zu reparieren und gleichzeitig die Sexagesimalteilung durch die Centesimaleinteilung zu ersetzen. Schon im folgenden Jahr bestellte Dufour bei Kern einen zwölfzölligen Theodoliten, der im Jahre1835, dem Jahre der Gründung des eidgenössischen topographischen Büros, geliefert wurde. Das Instrument wurde von Seiten Dufours mit höchstem Lob ausgezeichnet.
In der ersten Zeit hatte sich Kern mit einem von Menschen angetriebenen Schwungrad behelfen müssen. Ohne dass es belegt ist, vermuten die Autoren des Buchs “Der Aarauer Stadtbach”, dass Kern an diesem Standort die Wasserkraft des Rades in den Meyerschen Stollen, die ab 1831 der Familie Feer gehört haben, mitbenutzen durfte.
200 Jahre Kern – 3. Fabrikgebäude Ziegelrain (1857 – ca. 1960)
Fertiglager und Verkauf um 1920
1857 beschäftigte Kern 42 Mitarbeiter. Der Bau einer Fabrik wurde unumgänglich. Jakob Kern erwarb deshalb im Jahre 1856 ein Grundstück am Ziegelrain, durch das der Stadtbach floss, der für den künftigen Fabrikbetrieb die Wasserkraft liefern konnte.
Die Fabrik konnte 1857 bezogen werden. Auf diesen Termin traten die Söhne Adolf und Emil als gleichberechtigte Associés in die Firma ein. Adolf übernahm die Reisszeugabteilung, Emil die Abteilung für Vermessungsinstrumente. Im Jahre 1863 zog sich Jakob Kern nach 44jähriger unermüdlicher und sehr erfolgreicher Tätigkeit aus dem Geschäftsleben zurück. Er starb am 4. Februar 1867. Der “Schweizerbote” schloss am 12. Februar seinen Nachruf auf den Toten mit den Worten: “In seiner bürgerlichen Stellung bewahrte er stets eine bescheidene Einfachheit. Still und zurückgezogen vom Treiben der Welt, wirkte er nur für seine Lebensaufgabe im Berufsgeschäft und im trauten Kreis der Seinen. Durch viele Arbeit wurde er abgeschwächt und in den letzten Monaten bei Atembeschwerden viel und schwer heimgesucht. Er starb eines sanften Todes ohne Kampf. Ruhe der Asche dieses schlichten und braven Mannes.”
Die Umstellung auf den Fabrikbetrieb war erfolgreich. Schon nach zwei Jahren wurde die erste Betriebsverbesserung vorgenommen; das Wasserrad wurde im Jahre 1859 durch die erste Turbine mit Wassersammler und einer Betriebsstärke von 6,63 PS ersetzt. Die Produktion entwickelte sich nicht nur dem Umfange nach sehr erfreulich, sondern auch ruhig und stetig.
Dass eine gute Beziehung zu den Mitarbeiten Kern schon damals wichtig war, zeigt, dass sie südlich des Ziegelrains ein dreieckiges Pärklein, das “Affenwäldli” anlegen liessen. Das Pärklein diente den Mitarbeitern für die Pausenzeit.
Die Belegschaft nahm bis 1874 auf 148 Mann zu, fiel aber in den drei nächsten Jahren wieder auf 111 Beschäftigte zurück. Der Grund lag offensichtlich in den allgemeinen Zeitumständen. Es war die Zeit der grossen europäischen Wirtschaftskrise, die sich nach dem Deutsch-Französischen Krieg mit einer grossen Spekulationswelle und in starken Preisanstiegen zeigte.
Kern & Cie. war in der Zeit zwischen der Reorganisation der Firma und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges an der schrittweisen Verbesserung der Instrumente nicht unbeteiligt. Die Kernschen Repetitions-Theodolite von 21-30 cm Kreisdurchmesser waren vor dieser Periode die am häufigsten verwendeten Instrumente bei den Gradmessungsarbeiten und bei den übrigen Triangulationen.
Nach der Inbetriebnahme des Fabrikationsareals in der Schachenallee 29 wurden Teile der Gebäude am Ziegelrain noch weiter genutzt – zuletzt als Lehrwerkstatt.
200 Jahre Kern – 4. Fabrikneubau Schachenallee 29 (1921 – 1991)
Fabrikareal Schachen 29 um 1940
Fabrikareal Schachen 29 um 1940
Fabrikareal Schachen 29 um 1969
Portierhaus Schachen 29 ab 2019
“Die Vermessung der Erde”, noch heute begrüsst das Relief über dem Eingang des 1945 erstellten ehemaligen Bürogebäudes die Besucher im Schachen.
Die Aufwärtsentwicklung zeitigte bald das Bedürfnis nach erheblichen Erweiterungen, das in der bestehenden Fabrik Ziegelrain nur vorläufig und notdürftig befriedigt werden konnte. Der Verwaltungsrat entschied sich am 30. April 1918 mit dem Kauf der landwirtschaftlichen Liegenschaften Lüscher und Basler für eine grosszügige, in die weitere Zukunft weisende Lösung.
Der Neubau sollte aber nicht nur der Erweiterung der bestehenden Produktionsstätten dienen. Schon seit Jahren befasste man sich mit der Schaffung einer eigenen optischen Abteilung, die wegen Raummangel und aus finanziellen Gründen immer wieder zurückgestellt wurde. Die vollständige Abhängigkeit in der Beschaffung optischer Bestandteile, wie Linsen und Prismen, vom Ausland wirkten sich während des Krieges derart katastrophal aus, dass der Entschluss, die Herstellung von Optik selber aufzunehmen, nicht schwerfallen konnte.
Im Mai 1920 konnte der Fabrikneubau im Schachen bezogen werden. Die Instrumentenabteilung und die neugeschaffene Optische Abteilung fanden hier neue Entwicklungsmöglichkeiten. Im September 1920 wurde zudem die Präzisionslibellen-Werkstätte Eberle-Reichel, Berlin-Stuttgart, gekauft. Damit war die Firma nun auch in der Libellenfabrikation für die geodätischen Instrumente vom Ausland unabhängig geworden.
Die sehr gute Beschäftigungslage in den Jahren 1936-1939 erlaubte es, nicht nur den bestehenden Betrieb weiter auszubauen und zu modernisieren, sondern auch im Hinblick auf zukünftige normale Verhältnisse vermehrt in Entwicklungsarbeiten zu investieren.
Der überaus hohe Bestellungsbestand während der ganzen Kriegszeit konnte oft fast nicht bewältigt werden. Obwohl für die Armeeaufträge die Facharbeiter zeitweise vom Militärdienst dispensiert waren, verunmöglichte der Mangel an geschulten Optikern und Feinmechanikern einen schnelleren Ausbau, so dass ständige Lieferungsverspätungen nicht zu vermeiden waren. Die Beanspruchung des Personals war enorm. Die immer prekärer werdenden Raumverhältnisse führten schon 1939 zu einer besseren Ausnutzung der bestehenden Fabrikanlagen.
In der Zwischenzeit (1941/42) wurde die Fabrikanlage Schachen durch einen Neubau mit einer Produktionsfläche von 1870 m² erweitert, in welchem die mehrfach vergrösserte Abteilung für Glasbearbeitung untergebracht wurde. Das Fabrikareal Schachen konnte 1943 durch Kauf der Liegenschaft Rüetschi erweitert werden. Die Notwendigkeit, die Produktionsfläche weiter zu vergrössern und die überall notdürftig untergebrachten Büros zusammenzufassen, führte zu einem Büroneubau, der 1945 bezogen werden konnte.
In einer weiteren Ausbauphase konnte 1959 im Aarauer Schachen ein Shedbau (3300 m²) bezogen werden, der die gesamte Metallbearbeitung mit entsprechenden Rohstofflagern aufnehmen konnte. Um diesen Bau errichten zu können, hatte die Firma 1956 die angrenzende Liegenschaft Walther erworben.
Es wurde ein neues Verwaltungsgebäude realisiert, welches 1967 bezogen werden konnte. In diesem Gebäude waren auch das firmeneigene elektronische Rechenzentrum und das Fertigwarenlager mit der Spedition untergebracht.
Auf dem Areal Schachenallee entstand auch ein weiterer Fabrikneubau mit 4500 m² Nutzfläche, der im Dezember 1969 bezugsbereit war. Dieser Neubau wurde mehrheitlich für die Montage von Vermessungsinstrumenten, Photogrammetrie-Systemen und optischen Geräten aller Art eingesetzt.
200 Jahre Kern – 5. Reisszeugfabrik im Wynenfeld Buchs (1969 – 1986)
Fabrikareal Wynenfeld, Buchs AG um 1969
Schon im Jahre 1961 wurde in der neuen Industriezone “Wynenfeld” in Buchs bei Aarau ein Grundstück mit einer Fläche von nahezu zwei Hektaren erworben, da die Landreserve des Fabrikareals Schachen in Aarau für eine zukünftige Entwicklung nicht ausreichend war. In einer ersten Bauetappe entstand dort eine nach modernen Grundsätzen eingerichtete Reisszeugfabrik, die im Frühjahr 1969 in Betrieb genommen werden konnte. Mit dem Verkauf der Reisszeug Produktion 1987 nach Italien wurde dieses Gebäude nicht mehr benötigt und verkauft.
200 Jahre Kern – X. Studiensammlung Kern im Stadtmuseum Aarau (ab 1991)
Eingang zur Studiensammlung Kern am Schlösslirain
Nach über 170 Jahren schliesst die Firma Kern & Co. AG Aarau. Damit endet 1991 eine einzigartige Industriegeschichte. Dank der Initiative einer Gruppe weitsichtiger Mitarbeiter ging im Jahre 1988 eine wertvolle Sammlung historischer Instrumente und Geräte, Geschäfts- und Entwicklungsakten, Zeichnungssätzen, Produktions- und Werbemitteln an das Stadtmuseum Aarau.
Die “Sammlung Kern” als Nachlass einer einstmals erfolgreichen, weltweit tätigen Industriefirma ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte technischer und industrieller Kultur. Nach einer umfassenden Renovation der Räumlichkeiten der Zivilschutzanlage beim Stadtmuseum Aarau ist die Studiensammlung Kern seit 2009 der Öffentlichkeit zugänglich.
200 Jahre Kern – Y. Leica Aarau – Hexagon Metrology (ab 1991)
Hexagon Metrology Precision Center Aarau-West
Nach der Übernahme von Kern durch die Wild-Leitz-Gruppe im Mai 1988 und die Neuorientierung der Geschäftsfelder (Schwerpunkte von Kern: Photogrammetrie Geoinformationssysteme (GIS), Industriemesstechnik, Sonderprodukte) konnte der Betrieb im Schachen – wenn auch mit reduziertem Personalbestand – weiter geführt werden. 1989 wurde im Zuge der Umfirmierung der Wild-Leitz-Gruppe in Leica die Kern Aarau AG in Leica Aarau AG umbenannt. Im Januar 1991 wurde innerhalb des Leica-Konzerns über eine konzernweite, grössere Umstrukturierung mit einem massiven Abbau von Produktelinien und Produktionsstäten informiert. Im Rahmen dieser Massnahmen wurde unter anderem der Betrieb im Aarauer Schachen Mitte 1991 geschlossen. Eine kleine Gruppe (Entwicklung und Marketing) für die Produktbereiche Photogrammetrie, GIS und Industriemesstechnik wurde in ein Logistikgebäude in Unterentfelden (Leica PMU – Photogrammetry&Metrology Unterentfelden) verschoben. Dieser Standort ist noch heute (2019) als Teil der “Hexagon Metrology” im Bereich Industriemesstechnik aktiv und erfolgreich als “Hexagon Metrology Precision Center Aarau-West” tätig.

Aktualisiert am 15. Juli 2024 ^
Arbeitsgruppe Studiensammlung – Kontakte – Besucherinfos – Sitemap – Impressum
Kern Aarau
Figure 1: Kern Factory Ziegelrain 18, Aarau (1920).
The until 1992 under the name Kern & Co AG, Aarau, known company was founded in 1819 by Jakob Kern in Aarau.1 Kern learned in Aarau the profession of instrument maker, went to Munich – one of the former centres of optical research and construction of fine mechanical instruments – and opened his own workshop after his return in Aarau.
In the 19th Century, the company grew steadily, but the period after the First World War led to business troubles; economic crisis, poor utilization of the newly started optics fabrication and especially the competition from new surveying instruments produced by Heinrich Wild Heerbrugg. In 1857 Jakob Kern retires from the company.
In 1937, as a blessing in disguise, Heinrich Wild resigned in Heerbrugg and agreed to cooperate with Kern. With this Kern was able to secure its market presence.
After the Second World War they managed a technical and commercial breakthrough thanks to the lenses for the Bolex cine cameras of the Paillard company. It was considered whether or not the construction of surveying instruments had to be continued at all.
Figure 2: The Kern factory around 1967-1969.
An in 1958 completed reorganization of Kern decreased the emerging dangerous dependence as a supplier for a single company, and strengthened the field of surveying, which was significantly enhanced by the inclusion of photogrammetry. With the reorganization the previously neglected operational division into four management areas (designated departments) was gradually further developed.
When in 1963 the sale of film lenses collapsed for Paillard, they were glad to be able to continue to support surveying instruments. The photogrammetry division too recorded a success with the PG2.
The management in the jubilee year 1969:
- Dr. Helmut Schnewlin , Technical Director
- Dr. Paul Vogel , Commercial Director
- Peter Kern , Managing Director
- Rudolf Wehrli, Director of Sales
In the 1970s Kern excelled with the electronic distance meters DM1000, DM2000 and the DM500 series, the then smallest electronic rangefinders. Later, with the Mekometer ME3000 and ME5000, Kern had the world’s most accurate distance meter. Various field software developments supported the use of electronic devices. Photogrammetry had been expanded with the precision plotter PG3 (1968), the Digital Stereo Restitution Instrument DSR1, and the plotter GP1 (1980).
At the end of the 1970s the electronic theodolite E-series (E1, E2, E12, E2-ST) were added. Equipment that would play an important role for the emerging sector of industrial surveys. In 1988, the new version of the electronic theodolite, the E10, was ready. It however never came into production due to the sale of the company on 13 May 1988 to the Wild Leitz group.
In 1991 the production facilities of the company Kern & Co. AG were closed in Aarau.
Instrument(s) in the collection
Notes
[1]: This whole page was translated from the German Historic page on Kern & Co. AG.
Figure reference
figure 1: German Historic page on Kern & Co. AG.
Further reading
- IN-KU Bulletin 46, Kern & Co. AG, Aarau.
- The database of industrial culture in Aargau of the Aargauer Association of Museums and Collections VAMUS contains a detailed historical Zusmmenstellung the company Kern & Co. AG.